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Donnerstag, 16. Juli 2015

Augenblick

Der Augenblick - laut Wikipedia ein Zeitintervall, auch zu sehen als Zeitabschnitt, eine Zeitspanne, Zeitraum usw., der rund 3 Sekunden dauern soll. 3 Sekunden die so viel bedeuten können, die so viel verändern können, die entscheidend sein können... 3 Sekunden, die unser Leben nachhaltig prägen. Und die wir wir meist gar nicht wahrnehmen...
 Die einzelnen Augenblicke, die wir erleben sind es, die unser Leben lebenswert machen - die uns zeigen, dass das Leben lebenswert ist, sei der Augenblick noch so hart.
Unser ganzes Leben besteht aus Augenblicken: der Augenblick der Geburt, der erste Atemzug, der Augenblick wo man den ersten Mietvertrag unterschreibt, der Augenblick wo man den Führerschein bekommt, der Augenblick des Ja-Worts, des Todes...

Und es gibt den Augenblick, an dem die Welt für uns still steht... nämlich dann, wenn wir merken, das wir uns in das Gegenüber verliebt haben.. der Augenblick wo wir uns eigentlich nur so unscheinbar ansehen, uns in die Augen schauen und doch ist es DER Augenblick... im wahrsten Sinne des Wortes - der Blick in die Augen. Der Augenblick wo die Liebe entsteht und wächst... wo aus den 3 Sekunden Unendlichkeit wird.

Der Augenblick ist jenes Zweideutige, darin Zeit und Ewigkeit einander berühren." 


 Der Augenblick bestimmt unser Leben wie viele andere Dinge auch. Manchmal macht er mich glücklich, manchmal traurig. Manchmal lässt er mich hoffen und manchmal auch glauben und Kraft schöpfen. Manchmal kehrt er mein Innerstes mir selbst vor Augen - manchmal überrascht er mich damit. Gewisse Augenblicke sauge ich auf, weil ich merke wie sie mir gut tun und ich sie brauche. Und dann wünsche ich mir, sie wären unendlich...
Augenblicke sind so voller Intensität und man muss sich klar sein: sie kommen nie wieder - einen solchen Augenblick, egal wie, was und wo, gibt es nie wieder. Ein Augenblick ist immer einmalig.


Eure Krötenmama

Freitag, 6. Januar 2012

(Flaschen)post

Ende November war das Krötenkind zu einem Piratengeburtstag eingeladen worden. Vorab gab es mit der Einladung die Aufgabe, eine Piratenpost auszufüllen und eine leere Flasche mitzubringen.
Also haben wir alles vorbereitet und dann wurde die Flaschenpost bei der Feier losgeschickt. Das tolle ist ja echt, dass man das supergut bei uns machen kann, denn durch unser Dorf hier läuft ein Fluss, der direkt in den Rhein mündet. Eine lange Reise war demnach auch schon garantiert...

Gestern dann klopfte es.  Der Postbote stand, übrigens wie immer mit seinem spitzbübischen Lächeln im Gesicht, vor unserer Tür und hatte doch tatsächlich einen Brief für Kröte in der Hand. Und ich durfte ihn nicht aufmachen! Uwaaaah... ich... die, die doch soooo gerne Post aufmacht (zumindest wenn sie freundlich ist), durfte da nicht ran... nein... noch nicht mal luschern.. gar nix... nada... tipota...rien...
Boah, was war das schwer... Da liegt nun so ein Brief, adressiert an die Kröte. Ohne Absender, Poststempel von Leipzig. In Leipzig kennen wir niemanden, nur jemanden in Panketal bei Berlin, aber der würde seine Adresse draufschreiben. Ok, ich hatte ja schon die Geschichte mit der Flaschenpost im Kopf, aber dass die bis darüber schwimmt???? Hm, evtl. ist sie bis in den Rhein und dann dort von Touris gefunden worden? Fragen über Fragen, Neugier und Ungeduld... Und es juckte mich soooo dermaßen in den Fingern...

Und in der Tat, als die Kröte nachmittags heim kam, und ich ihr von dem Brief erzählte, war sie sehr stolz - ihr erster eigener Brief, nur für sie und keinen anderen! Undgeduldig fuchtelte sie an dem Brief rum und wollte sich erst gar nicht helfen lassen, aber dann doch und strahlend hielt sie eine bunte Weihnachtspostkarte in der Hand auf der ein paar liebe Worte standen. Die Flaschenpost wurde auch wirklich von Touris gefunden an einem kleinen Hafen am Rhein - sie war echt bis in den Rhein gelangt - wow! 

Wir werden dann heute nachmittag etwas basteln und einen Brief zurückschicken.
Ich find das toll, dass es echt noch Menschen gibt, die auf eine Flaschenpost reagieren oder bei einem Ballonwettbewerb... ist sehr selten heute geworden...

Ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickeln wird. Und Kröte ist gespannt, was wir heute basteln werden und ob sie dann vielleicht nochmal einen Brief bekommt...

Hab mal grad gegoogelt... 35 km etwa in 4 Wochen hat die Flasche zurückgelegt...

Und nun - happy Flaschenposting :-)

Die Krötenmama

Samstag, 10. Mai 2008

Die Myanmar-Katastrohe...

... macht mal wieder sprachlos.

Nicht nur, dass man abgesehen von den üblichen Unterstützungen nicht selber konkret, also handwerklich helfen kann. Nein, das Militär lässt keine Helfer rein und bedient sich auch noch an dem Unglück und der Hilfslosigkeit der Menschen. Gestern im Radio als TopThema behandelt, erzählte eine Frau einer Hilfsorganisation, dass die Regierung ein Mitspracherecht verlange bei der Verteilung der Hilfsgüter. Was das hieße, sei ganz klar: Die Regierung deponiere einen Teil der Mittel, um sie später nochmals zu verkaufen und sich so zu bereichern. Auch habe man schon festgestellt, dass das Militär die Lebensmittel umgepackt hätte in Kartons mit eigener Beschriftung, um den Menschen weiß machen zu wollen, die Regierung würde gut für sie sorgen. In Wahrheit aber, habe die Regierung nicht einen Cent bisher dafür gegeben.

Die Einreise weiterer Hilfsorganisationen und der somit dringenden nötigen Gerätschaften, Versorgungsgüter und Helfer sei eine Farce. Nach langem Hin und Her hätte man sich dann doch endlich dazu hernieder gelassen, weitere Helfer einreisen zu lassen. Die Anzahl: immerhin ganze 4 Personen!

Zu allem Überfluss kommt dann auch wieder unser Mister President Mr. Bush ins Spiel, der mal wieder nicht über seinen eigenen Schatten springen kann und aus dieser Hilfsaktion  persönlichen Nutzen ziehen will. Denn kurz vor Ende seiner Amtsperiode hätte er gerne einen Erfolg zu verbuchen. Die vorangegnagnen Aktivitäten der US-Regierung, auch unter Clinton, haben die Beziehung und somit die Lage verschärft. Clinton lies seinerzeit Wirtschafts- und Finanzsanktionen gegen Myanmar verhängen, Bush verdoppelte mit Visa-Sperrungen gegen die Militärchefs und fror deren US-Gelder ein. Und er schwärtzte die Junta bei der jüngsten UNO-Vollversammlung an. Die Quittung dafür bekommt die USA jetzt zu spüren, denn auch hier lehnt die Regierung bisher die Einreise ab. Und somit kommt Mr. Bush in Zugzwang...

Ich frage mich, warum die Regierungen immer aus dem Leid des Volkes Nutzen ziehen wollen. Es ist ja nie ein Nutzen für die Allgemeinheit, sondern immer nur persönlicher Nutzen. Der Wiederverkauf der Hilfsgüter - das Geld geht in die eigene Tasche, auch wenn es vorher offiziell in die Regierungskasse kam. Und Bush will am Ende doch nur seine Haut retten, damit auch er wenigstens eine gute Sache in seiner bisher umstrittenen Laufbahn als Präsident vorzuweisen hat.

Gut, dass der Mensch einen Selbsterhaltungstrieb hat, denn in erster Linie interessiert ihn nur, das er durch die Hilfsgüter am Leben bleibt und was die "Chefs da oben" tun, ist ihnen in dem Moment zweitrangig.